Besprechungszimmer

Finanzielle Aspekte der Amateure zeitgemäß und fair?

 von Bodi , 11.06.2015 11:10

Ich weiss, das System funktioniert. Und es macht auch Spass.
Ich stelle mit nur schon ne Weile die Frage ob es aus finanziellen Gesichtspunkten fair ist und Zeitgemäß ist.
Gerade im Zuge der schrittweisen Erhöhung der Amateurgehälter wird es zunehmend uninteressanter als kleiner Verein auf Amateure zu setzen.

Zunächst einmal ist es logisch, dass größere Vereine bessere Talente anlocken können. Das ist bei Ab-Pfiff über den Prestigewert geregelt und auch durchaus nachvollziehbar.
Was aber in diesem Zusammenhand nicht nachvollziehbar ist, ist die Tatsache, dass diese Amateure sowohl bei der Verpflichtung, als auch im Unterhalt immer gleich viel Kosten Verursachen.
(Der Unterschied zwischen den beiden Ligen mal außen vor gelassen, denn dieser bildet nur sehr marginal den tatsächlichen Wert der Amateure ab!)

Ein Hauptgrund, warum sich große Vereine die besseren Talente angeln können ist und wird immer das finanzielle Argument sein. (In der Realität, und ja ich weiss, Ab-Pfiff ist ein Spiel Das hindert mich als Freund der Computersimulationen aber nicht daran logische Schlüsse aus dem Realitätsabgleich zu ziehen.)
Natürlich haben auch Faktoren wie die Perspektive und das Ansehen des Vereins einen Einfluss auf die Entscheidung der Spieler, aber reiche Vereine haben in der Regel die Nase vorn.

Wenn ich als Ab-Pfiff Amateur also in einer Welt lebe, bei der ich ganz gleich zu welchem Verein ich wechsele, gleich viel Verdienen kann, so würde ich mich wahrscheinlich für den Verein entscheiden, bei dem ich die größten Chancen auf einen Profivertrag habe. Das ist natürlich Unsinn, denn dann würde es Talente zu den kleinsten Vereinen ziehen. Da dass nicht die Lösung sein kann, wäre es logisch und Konsequent, die Anwerbungskosten von Amateuren auch am Prestigewert zu orientieren (das bedeutet teurer für Vereine mit mehr Prestige) und die laufenden Kosten, sprich Gehälter an der tatsächlichen Stärke der Amateure (Also beispielsweise einen gewissen Prozentsatz vom zu erwartenden Profigehalt).

Warum das ganze? Weil es schlicht nicht fair ist, den kleinen Vereinen mehr Geld pro Stärkepunkt abzuknöpfen als großen Vereinen. Das aktuelle System sorgt dafür, dass um so ärmlicher ein Verein ist, um so mehr muss der Verein im Schnitt pro Stärkepunkt seiner generierten Amateure bei Verpflichtung und im Unterhalt bezahlen. Die Folge ist, dass das derzeitige System die berühmte Schere zwischen armen und reichen Ab-Pfiff Vereinen weiter aufgehen lässt.

Mein Vorschlag ist also folgender:
- Anwerbungskosten der Sonderaktion am Prestigewert des Vereins orientieren.
(Teurer je mehr Prestige - Denn da sind im Schnitt auch bessere Amateure zu erwarten)
- Lohnkosten der Amateure an der Amateurstärke orientieren.
(Beispielsweise 10% des zu erwartenden Profigehalts. Um seriöse Planung zu ermöglichen, könnte dieses Amateurgehalt zu Saisonbeginn, bzw. bei Verpflichtung immer für die kommende, bzw. laufende Saison festgelegt werden und sich in der laufenden Saison nicht an die ändernde Amateurstärke anpassen)

Die Folge wäre, dass eine wesentlich bessere Näherung der finanziellen Kosten an den tatsächlichen Wert der Spieler stattfinden würde, ohne dass die Top-Clubs darauf verzichten müssten auch weiterhin die Top-Talente zu angeln.
Es wäre lediglich eine finanziell angemessene Lösung, und nicht wie derzeit eine Lösung, die das Arbeiten mit Amateuren unattraktiver macht, um so weiter unten in der Prestigetabelle sich ein Club befindet.

Nur um noch einmal eine kleine Analogie zu bringen:
Stellt euch mal vor wie es wäre wenn beispielsweise Konstanz die gleichen Gehälter und Ablösesummen im Profibereich für den Kader hinlegen müsste wie beispielsweise Karlsruhe.
Die gleichen Ungerechtigkeiten bestehen natürlich auch in der 1. Liga.
Und ja sogar zwischen den Aufsteigern in die 2. Liga zur Ab-Pfiff Elite.
Denn die geringen Unterschiede in den Amateurgehältern zwischen 1. und 2. Liga, decken nicht einmal annähernd den Unterschied in dem Wert der Amateurspieler ab.
Das kann nur funktionieren, wenn es flexibel angepasst werden würde...

Monolog ende.



Immer wieder, immer wieder, immer wieeeeder TSV!
Fussballgötter und Rauchsignale. Immer wieder TSV!

Bodi

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